Donnerstag, 9. April 2009

Northern Territory - Outback: Uluru & Kata Tjuta (2.04. - 5.04.2009)

Nachdem ich Perth am Donnerstag morgen verlassen habe, bin ich dann gegen 1.55 p.m. in Yulara gelandet. Das ist der einzige Airport direkt am Ayers Rock Resort, wo ich die naechsten vier Tage bleiben werde. Schon vom Flugzeug aus, hatte ich einen tollen Blick ueber den Uluru (Ayers Rock) und der Kata Tjuta (die Olgas). Mit einem Shuttlebus ging es dann zum Outback Pioneer Lodge, wo ich uebernachtet habe. Gerade angekommen habe ich schnell meine Sachen in mein Zimmer ( das habe ich mir uebrigens mit 12 anderen geteilt) gebracht und habe mich wegen einiger Touren erkundigt, denn ich wollte so viel wie moeglich in den vier Tagen sehen. Nachdem ich mir einige Angebote rausgesucht habe, habe ich mich dann nur fuer einen Zweitagespass entschieden. Dieser Pass beinhaltet, dass Du je nach Belieben zum Uluru und Kata Tjuta gebracht werden kannst plus den Eintritt fuer diesen Nationalpark. Das hat mich schon einmal 145$ gekostet. Ich wollte erst noch einen Tag nach Kings Canyon (der wird mit dem Grand Canyon in den USA verglichen), aber ich habe mich aufgrund der Kosten und der wenigen Zeit dagegen entschieden. Da der Tag schon recht vorangeschritten war, habe ich mir nur vom Uluru Lookout den Sunset angeschaut. Von diesem Lookout hatte ich eine tolle Sicht auf den Uluru (der ca. 20 km entfernt war) und auf die Kata Tjuta (50 km entfernt). Es war ein seltsames Gefuehl dort zu sitzen und sich diese beiden Felsgebilde anzuschauen. Ich war zum ersten Mal richtig bewegt.
Am Freitag morgen ging es gegen 5.45 a.m. zum Uluru, wo ich mir gemeinsam mit einigen anderen den Sunrise angeschaut habe. Ihr koennt euch sicher vorstellen, dass dort viele Leute waren und die Asiaten darf man natuerlich nicht vergessen. Nach dem Sonnenaufgang ging es dann direkt zum Uluru, wo ich gemeinsam mit einem aelteren Ehepaar aus Deutschland den "Uluru Base Walk" gegangen war. Dieser Walk war ca. 9 km lang und wir haben ca. 3 Stunden dafuer gebraucht, um den Monolith zu umrunden. Grundsaetzlich hat man die Moeglichkeit auf den Uluru zu klettern, aber von seiten der Ureinwohner wird gebeten dieses nicht zu tun, weil der Uluru fuer sie eine Heiliger Ort ist. Fuer mich war die Besteigung des Monoliths ueberhaupt kein Thema, aber ich glaube, dass sich an diesem Morgen viele Besucher geaergert haben, da der Aufstieg wegen des Windes gespeert war. Ich kann nicht beurteilen, ob es wirklich so windig war oder ob sie dies aus Prizip geschlossen haben. Aber der Weg dort hoch war sehr sehr steil und nur mit einem winzigen Gelaender fixiert. Wir haben bei diesem Walk so viele beeindruckende Seiten des Ulurus entdecken koennen und haben versucht dies in den Bildern festzuhalten. Als wir dann gegen 10.30 a.m. wieder am Abholpunkt waren, war es schon sehr warm (30 Grad)und die Fliegen surrten auch schon wieder um einen herum. Ihr muesst euch mal ueberlegen, dass wir hier schon seit einem knappen Monat Herbst haben und ich nichts davon merke. Ich moechte nicht wissen, wie warm es hier im Sommer ist und wieviele Fliegen hier herumfliegen. Die Fliegen sind hier richtig nervig und man kann sich vor ihnen nur mit einem Netz vor dem Gesicht schuetzen, weil sie sonst in jede Oeffnungen deines Koerper fliegen.
Im Anschluss an den Walk bin ich dann zum Shopping Center und habe erstmal ein paar Sachen eingekauft und mich frisch gemacht. Gegen Nachmittag bin ich zuerst zum Kata Tjuta gefahren und habe dort den "Walpa Gorge Walk" zusammen mit einer Englaenderin gemacht. Das dauerte nur eine Stunde und war auch wieder total toll und liess erahnen, was mich noch am Kata Tjuta erwarten wird. Danach ging es zum Sunsetpoint, wo ich mir den Sunset angeschaut habe. Leider sind im Laufe des Nachmittags Wolken aufgezogen, so dass ich den Sunset nicht richtig geniessen konnte, aber ich hatte einen wunderschoenen Blick auf den Uluru, wie er im Laufe des Sonnenunterganges seine Farbe veraendert hat. Das ist wirklich ein Phaenomen, wie er seine Farbe im Tagesverlauf, je nach Sonneneinstrahlung, veraendert. Unfassbar!!!
Am naechsten Tag ging es dann zum Kata Tjuta. Gegen 6.00 a.m. wurde ich wieder abgeholt und fuhr gemeinsam mit dem aelteren Ehepaar zuerst zum Sunrise Lookout, wo wir das Sonnenspiel am Uluru und Kata Tjuta beobachten konnten. Anschliessend ging es dann direkt zum Kata Tjuta und wir machten an dem Morgen den "Valley of the winds"-Walk. Dieser Walk ging direkt in die Kata Tjuta hinein und war ca. 8 km lang. Doch der Walk war eher ein Klettern und hat dementsprechend auch 3 Stunden gedauert. Die Kata Tjuta ist ganz anders als der Uluru, aber ihr Weise auch unbeschreiblich beeindruckend und wunderschoen. Wir haben dort eine Vielzahl toller Felsstrukturen gesehen, die einfach atemberaubend waren.
Gegen Mittag bin ich dann wieder zum Shoppingcenter, weil ich am Vortag eine DVD mit meinen Bildern brennen wollte. 4 GB dauern dann schon mal recht lange. Aber es musste sein, denn ich hatte meine drei Camerakarten komplett mit Bildern und Filmen gefuellt.

Am Nachmittag habe ich mich zum Culture Center bringen lassen, wo ich mir die Geschichte des Ulurus durchlesen konnte und somit ein besseres Gefuehl fuer ihre Kultur und ihren Glauben an die Traumwege bekommen konnte. Danach hatte ich das erste Mal das Gefuehl, dass ich ein Stueck des wahren Australien kennengelernt habe. Auch wenn ich waehrend meines Aufenthaltes keinen einzigen Aboriginie gesehen haben, aber dafuer ein Kamel, das mitten auf der Strasse umher gelaufen ist.
Nach dem Culture Center bin ich "Liru Walk" gegangen und habe mir im Anschluss ein letztes Mal den Sonnenuntergang am Uluru angeschaut. Und ich hatte das Gefuehl, dass der Monolith es gut mit uns meinte, denn wir hatten so einen wunderschoenen Sonnenuntergang. Das Farbspiel am Uluru war wunderbar zu sehen und hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Ich glaube spaetestens nach diesem Sonnenuntergang, habe ich ein Stueck meines Herzens in Australien gelassen...

An meinem letzten Abend bin ich von dem Ehepaar zum Barbecue eingeladen worden und ich habe es natuerlich dankbar angenommen. Neben Prawns habe ich zum ersten Mal Krokodil- und Emufleisch probiert. Ich muss sagen, dass mir beides sehr gut geschmeckt hat und ich es nur empfehlen kann. Gegen 10.00 p.m. habe ich mich von beiden verabschiedet, weil ich noch meine Sachen fuer den naechsten Tag packen musste.

Am naechsten Morgen habe ich mir um halb sieben ein letztes Mal den Sonnenaufgang am Uluru Lookout angeschaut, bevor es dann gegen Mittag Richtung Airport ging.

Die Reise zum Uluru und ins Outback hat sich mehr als gelohnt und ich empfehle jedem; nein ich sage es ist ein MUSS den Uluru und die Kata Tjuta zu besuchen. Und bei meinem naechsten Besuch, werde ich mir den Kings Canyon ansehen. Denn dieser soll auch sehr beeindruckend sein.

So, mittlerweile bin ich bei meiner Gastfamilie (den Colemans).

Doch hier habt ihr ein paar wunderschoene Bilder vom Outback: ULURU & KATA TJUTA

Mittwoch, 8. April 2009

Meine Zeit in Perth

Perth: 19.03. – 2.04.2009

Nachdem ich die Familie Gethin verlassen habe, bin ich das erste Mal in Australien mit dem Zug gereist. Ich war ca. 3 ½ Stunden unterwegs, beevor ich Perth erreicht habe. Dort angekommen, stand ich fuer die erste Nacht ohne Unterkunft da, weil die beiden anderen Hostels erst ab Freitag bzw. Samstag ein Bett fuer mich frei hatten. Nach kopflosen Herumlaufen, habe ich mich dann bei Mc Donalds eingefunden. Denn das Schoene hier in Australien ist ja, dass du in allen Mc’s einen Wifi-Hotspot hast. Nach langem Suchen habe ich etwas gefunden namens JEWELL House. Es hoerte sich ganz gut an und war auch ein bisschen teurer als sonst. Doch leider truegte der Name und es war nu rein Hochhaus mit vielen Stockwerken, Zimmern und komischen Menschen. Gott sei Dank, hatte ich wenigstens ein Einzelzimmer und hatte wenigstens so meine Ruhe. Am naechsten Morgen ging es dann in YHA, wo ich dann gleich 2 Maedels (Angie und Manu) aus Rostock kennengelernt habe. Mit beiden habe ich dann in den naechsten Tagen oefter mal was unternommen. Am Samstag bin ich zum naechsten Hostel mit dem Namen “OLD SWAN BARRACKS”, wo ich bis zum Schluss meines Aufenthaltes geblieben bin. Es ist ein schoenes grosses Hostel mit natuerlich vielen Deutschen, wie sollte es auch anders sein. Aber da ich nach meinen drei Wochen auf der Farm keinerlei Interesse an grossartiger Gesellschaft hatte, habe ich mich dort relative bedeckt gehalten und habe eher das Alleinsein vorgezogen und genossen. Aber es gab in dem Hostel komische Sitten….es gab dort keine Toepfe, geschweige denn Geschirr. Das Geschirr konnte ich mich fuer 10$ ausleihen und fuer die Toepfe und Pfannen musste ich meinen Schluessel hinterlegen. Das hat das Kochen und Essen nicht wirklich gemuetlich gestaltet und ich habe es dann vorgezogen nicht soviel zu kochen. Ansonsten war die Lage des Hostels sehr cool, denn ich hatte in der Umgebung das “Western Australian Museum”, die “Art Gallery” und die “Library”. Das konnte sich sehen lassen, auch wenn ich keins der Gebaeude von innen gesehen habe.:) Das Wetter war einfach zu gut, um mich in geschlossenen Raeumen aufzuhalten. Ich glaube, das koennt ihr alle gut nachvollziehen, oder?!?
Ich habe die Zeit in Perth sehr gut genutzt und habe viel unternommen. Ich war am ersten Sonntag am Scarborough Beach ( das ist einer der Stadtstraende in Perth) und habe mir dort das Finale der “Surf Sailing Championship” angeschaut. Das war sehr fett und vor allem die braungebrannten Koerper haben mich doch ein wenig angesprochen  hehe!!!Ich war froh, dass ich seit 5 Wochen endlich am Ozean und am Strand sein konnte. Und das habe ich dann die restliche Zeit auch ausgenutzt und war viel am Strand. Wobei ich nicht mehr am Scarborough Beach, sondern am Cottesloe Beach war. Bei meinem ersten Besuch war dort noch direct am Beach eine Skulpturenausstellung. Da waren wirklich schoene Gebilde dabei, und ich habe natuerlich jede Menge Fotos davon gemacht. Beide Straende waren sehr schoen, wobei der in Cottesloe von den Besuchern her eher etwas ruhiger war, so dass man sich dort wirklich gut entspannen konnte. Das war echt so traumhaft und ich habe dort ein oder andere Mal den Sonnenuntergang beobachten koennen. WUNDERSCHOEN!!!
Natuerlich habe ich mir auch einiges in Perth angeschaut und habe den “Belltower” besucht und am Faehranleger. Natuerlich darf ich nicht vergessen das “Wheel of Perth” zu nennen und geschweige denn den “Kings Park”. Vom Kings Park hatte ich eine wunderschoene Sicht auf Perth und den Swan River. Die hatte ich oefter, als ich mich dann doch durchgerungen habe meine Laufschuhe anzuziehen und mein Weg fuehrte mich dann bewusst zum Kings Park. Im Kings Park war der Botanische Garden angesiedelt, sowie ein Kriegsdenkmal. Solche Denkmale oder Erinnerungen findet man fast ueberall in Australien. Die Australier scheinen sehr darauf bedacht zu sein an alle zu erinnern, die sich fuer ihr Land eingesetzt und geopfert haben. Eigentlich eine schoene Erinnerung.

In der Naehe von Perth gibt es einen Ort namens Fremantle, der es mir sehr angetan hat. Eine kleine suesse Stadt oder Vorort, wo sich neben einem Gefaengnis (das sogar bis 1996 noch in Betrieb war), ein Wrackmuseum und ein Maritimmuseum angesiedelt haben. Darueber hinaus haben sie einen schoene kleine Hafen, wo genuegend Yachten parken und man dort sehr gut in den anliegenden Fischrestaurants essen gehen kann. Von Fremantle , sowie von Perth kann man mit der Faehre nach “Rottnest Island” fahren. Diese kleine Insel ist nur 11 km lang und 5 km breit. Rotto, wie es von den Einheimischen liebevoll genannt wird, habe ich selbstverstaendlich besucht und mit dem Fahrrad erkundet. Ich habe daraus ein Sportprogramm gemacht und bin die Insel einmal umrundet (das sind ca. 25 km). Auf der Insel habe ich 2 aeltere australische Brueder kennengelernt, denen ich in regelmaessigen Abstaenden immer wieder begegnet bin. Das war fuer alle Beteiligten sehr witzig und ich habe mich sehr nett mit ihnen unterhalten. Auf Rotto kann man zwischen August und Oktober auch Wale und Delphine beobachtn. Ich hatte leider kein Glueck und habe stattdessen Quokkas gesehen, die man nur dort antrifft. Quokkas sehen ein bisschen aus wie ein Mix aus Kangaroo und Ratte…Aber viel viel suesser und zum Teil sehr zutraulich. Die Insel hat auch sehr schoene Buchten, wo man entweder schnorcheln oder schwimmen konnte. Und was ich nicht vergessen darf zu erwaehnen, waren die beiden Leuchtuerme, die wirklich toll aussahen.
Nachdem ich wieder in Fremantle angekommen bin, habe ich mir Prawns und Chips gegoennt und mir den Sonnenuntergang angesehen. Ich versuche es erst gar nicht in Worte zu fassen, wie schoen dies war und lasse einfach die Bilder sprechen.
Und auch Australien ist doch klein, denn am naechsten Tag habe ich mitten in Perth Judith wieder getroffen. Judith habe ich in meiner Zeit in Melbourne bei Bozo kennengelernt. Wir haben uns beide sehr gefreut und uns erst einmal ausgetauscht. Dabei haben wir uns dann gleich fuer den naechsten Tag verabredet, um nach Fremantle zu fahren. Wir sind gemeinsam mit Maria (mit ihr reist Judith seit geraumer Zeit) sind wir nach Fremantle und haben uns dort den “Shed Market”angeschaut und sind anschliessend zum Football (AFL) gegangen. Ich habe also mein erstes Footballgame in Subiaco ( das ist ein Voort von Perth) angesehen. Das Spiel hat ca. 3 Stunden gedauert und wir hatten jede Menge Spass dabei. Ihr koennt auch gar nicht vorstellen, wie es ich es vermisst habe mir Spiele anzuschauen (auch wenn es nicht Basketball ist). Das war echt ein toller Tag und ich habe jede Menge Fotos davon gemacht.
Am vorletzten Tag bin ich dann gemeinsam mit Angie und Manu nach York und Hyden gefahren. York soll ein kleiner historischer Ort sein, der mich persoenlich nicht vom Hocker gerissen hat. In Hyden gibt es den “Wave Rock”. Das ist eine 15 m hohe Felswelle, die es seit ca. 2 Millionen Jahren geben soll. Das war sehr beeindruckend und toll anzusehen. Dann gab es noch ein Felsgebilde, das einem Hippo aehnlich sehen soll. Aber wenn man es nicht dazu geschrieben haette, waere es mir nicht so ins Auge gefallen. Ja, die Fahrt hat sich schon gelohnt, auch wenn wir hin und zurueck 8 Stunden gebraucht haben. Die Strecken und die Fahrzeiten stehen in keiner Weise in Relation mit denen in Deutschland oder Europa. Ich wuerde mich in Deutschland nicht fuer so ein Naturereignis ins Auto setzen und mal eben hinfahren. Aber wie schon gesagt hier ist einfach vieles anders…

Meinen letzten Tag habe ich mit Judith und Maria am Cottesloe Beach verbracht und ein letztes Mal den Indischen Ozean genossen. Die Westkueste hat mir sehr gut gefallen und ich finde es sehr schade, dass ich sie nicht weiter bereisen kann. Aber ich hoffe, dass ich nochmal nach Australien komme und mir dann den Nord- und Suedwesten anschauen kann.

Am 2.4. ging es dann frueh mit dem Flieger in Richtung Outback (Ayers Rock Resort), wo ich mich die naechsten vier Tage aufgehalten habe, bevor ich mich auf den Weg zu meiner neuen Aupairfamilie, den Colemans, gemacht habe.

Hier einmal einige Pics von Perth, Fremantle, den beiden Beachs, Rottnest Island, dem Footballgame und Hyden: WATCH IT!!!

Ich bin dann mal wieder wech....

So, nach gut zwei Jahren Ruhepause, geht es wieder los...diesmal aber nur für eine kurze Zeit, denn Urlaub steht an und ich freu mich riesig.

Am 28.12.2011 geht es morgens in Richtung Frankfurt und dann in den Flieger Richtung Shanghai und Sydney. Wenn alles gut geht lande ich am 30.12. morgens in Sydney und werde von meiner Meike abgeholt. In Gundagai werde ich dann auch Silvester verbringen und wahrscheinlich auch die erste Woche meines Urlaubs...Kurztrips zu den Blue Mountains machen und dann schau´ich mal, wohin es mich verschlägt...:)